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Nachtrag zum Thema Schließfächer

Besonders toll ist ja bei den Schließfächern in der Staatsbibliothek zu Berlin, daß auf den Schlüsseln keine Schranknummern stehen! Das ist praktisch, denn so weiß man am Ende eines anstrengenden Forschungstages nicht mehr, wo man eigentlich seine Sachen und die 1-Euro Münze abholen kann. Die Stabi hat sich das ganz klug ausgedacht, denn so kann sie sowohl den Finderlohn für meine Sachen, als auch die 1-Euro Münze aus dem Schrank einheimsen! A propos 1-Euro Münze: Wer ist eigentlich auf die schwachsinnige Idee gekommen, Schließfächer mit 1-Euro Münzen zu betreiben?

Werfen Sie Ihre Netze woanders aus!

Kein WLAN in der Staatsbibliothek zu Berlin. Wäre auch viel zu benutzerfreundlich, oder? Stellen Sie sich das doch mal vor. Keine 15 minütigen Warteschlangen vor den Internetarbeitsplätzen nur um schnell einige Emails zu schreiben, oder Nachrichten zu lesen. Katalogrecherche von ihrem Arbeitsplatz aus, Buchbestellung am eigenen Laptop. Alles viel zu benutzerfreundlich! Kommt gar nicht in die Tüte…

Diese Woche keine Bücher!

„Aufgrund dringender Bauarbeiten im Magazin Potsdamer Strasse sind verschiedene Signaturenbereiche in dieser Woche nicht bestellbar. Sie erhalten im Bestellsystem entsprechende Hinweise.“ (Nachricht im Stabikat, eingesehen gerade eben)

Es ist ja nicht so, daß die Bauarbeiten in der Potsdamer Strasse erst gestern Nacht angefangen haben. Vielmehr wird dort schon seit Monaten rumgeschraubt und gehämmert. Die Leitung der Benutzungsabteilung unserer geliebten Staatsbibliothek zu Berlin scheint trotzdem überrascht zu sein. Oder wie soll man sich sonst erklären, daß ganze Signaturengruppen eine Woche lang nicht bestellbar sind? Überhaupt wäre es ja mal ganz schön diese Dinge im Voraus zu erfahren. Und: welche Signaturen sind denn eigentlich betroffen? Welche Arbeiten werden durchgeführt? In der letzten Ausgabe von „Neues aus der Benutzung“ war davon jedenfalls nichts zu lesen.

Regel Nummer 1: Der Benutzer in der Staatsbibliothek zu Berlin hat immer das Nachsehen.

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Wer ist eigentlich auf die schwachsinnige Idee gekommen, Schließfächer mit 1-Euro Münzen zu betreiben? Ich meine, ganz ehrlich, was soll das?

Wir alle kennen diese Schließfächer, die nach Schwimmbadgarderobe aussehen und deren Schlösser mit Münzen betrieben sind. Man wirft eine 1-Euro Münze rein und kann dann den Schrank abschliessen. Tolle Sache, wenn man nicht näher drüber nachdenkt, wenn man nicht jeden Tag einen solchen Schrank benutzen muß. Denn die Krux an der Sache ist, daß man nicht immer eine 1-Euro Münze dabei hat! Tja, und das hat dann zur Folge, daß man wie ein Depp wildfremde Menschen anspricht: Haste ma n Euro? Kannste bitte ma wechseln?

Und da fragen wir uns also alle: Wer ist eigentlich auf die schwachsinnige Idee gekommen, Schließfächer mit 1-Euro Münzen zu betreiben?

Zum Glück gibt es in der Stabi ja einen Wechselautomaten für genau diesen Fall. Der Automat ist wirklich klasse, denn a) ist er meistens kaputt und b) wenn er nicht kaputt ist wechselt er keine Scheine. Dafür ist er nicht ausgestattet! Die Umrüstung auf Euros wäre zu teuer gewesen, so die Stabiadministration auf einem ihrer zahlreichen Zettel, die alle ordnungsgerecht datiert und unterschrieben sind!

Herrje, seufzen wir: Wer ist eigentlich auf die schwachsinnige Idee gekommen, Schließfächer mit 1-Euro Münzen zu betreiben?

Naja, da bleiben ja zum Glück noch die Garderoben, an denen man die Taschen und Mäntel abgeben kann. Irgendwann möchte man ja auch noch mit der Arbeit anfangen… Aber halt! Auch hier geht nichts, denn Taschen mit Laptops oder schweren Büchern darf man da nicht (oder nur sehr sehr ungern und ausnahmsweise!) abgeben.

Man fragt sich also nicht nur jeden Tag, wer eigentlich auf die schwachsinnige Idee gekommen ist, Schließfächer mit 1-Euro Münzen zu betreiben, nein, man fragt sich nach einigen Tagen sicherlich auch, was diese Schikane mit den 1-Euro Münzen eigentlich soll!

Soll uns das Pfand dazu bewegen, den Inhalt der Fächer auch wirklich jeden Abend wieder mit nach Hause zu nehmen? Oder soll es die Benutzer der Staatsbibliothek zu Berlin davon abhalten die Schlüssel spaßeshalber einfach mitzunehmen? Das wird es wohl sein! C4 Professoren, Doktoranden, Magistranden, Medizinstudentinnen, ausländische Forscher, einfache Studis, Omas und Opas, die Ahnenforschung betreiben, haben alle nur eins im Sinn:

Der Staatsbibliothek zu Berlin die Schlüssel der Schließfächer zu klauen!

Gestank

Man kann es eigentlich kaum glauben, aber es ist wirklich so: auf den Toiletten der Staatsbibliothek zu Berlin herrscht ein infernalischer Gestank! Liegen da Leichen? Funktioniert da die Lüftung nicht? Oder wird einfach nicht geputzt?

Die Situation ist wirklich eklig. Mittlerweile überlege ich mir ernsthaft aus hygienischen Gründen bei Starbucks auf Toilette zu gehen.