Bestellen per Computer?

Wie kann es eigentlich sein, daß man bei der Bestellung eines Buches über den Stabikat folgende Meldung bekommt?

Medium wurde zurückgegeben, ist in 5 Tag(en) wieder bestellbar!

Das macht stutzig! Wenn das Medium zurückgegeben wurde und das Computersystem dies auch noch weiß, dann sollte einer weiteren Bestellung doch eigentlich nichts im Wege stehen. Das ist doch das tolle an den Computern. Man kann ihnen was sagen (wie zum Beispiel, daß man ein bestimmtes Buch gerne bestellen möchte) und sie werden es nie vergessen. Ob das Buch momentan unterwegs ins Magazin ist oder nicht, ob das Buch noch ausgeliehen ist oder nicht.

Daß Katalog und Bestellsystem in der Staatsbibliothek zu Berlin zwei unterschiedliche Systeme sind, daran hat man sich als Benutzer ja nun schon gewöhnt. Daß das Bestellsystem ein stümperhaftes Programm ist, welches die chaotischen internen „Verwaltungswege“ nach außen zu vertuschen versucht, ist für die Benutzer eine Zumutung! Jede Dorfbibliothek in Österreich funktioniert besser, als das deutsche Bibliotheksflaggschiff.

15 comments so far

  1. library-man on

    mmh.. ich arebiet auch noch in diesem irrenhaus… ja..wohl richtig gehört!
    nun gibt es dafür auch logische begründungen, aber die logistische abstimmung ist das problem. sicher auch zuweilen eine enge personaldecke
    a b e r aufgrund inkompeteneter führungsetagen wird das problem wohl nie behoben werden können!

    ich begrüße dieses forum… aber: macht was..öffentlich u macht druck!

    • Lexine on

      I love these arlsitec. How many words can a wordsmith smith?

  2. Resonanz « Stabiblues on

    […] Bleiben Sie also dabei und diskutieren sie eifrig mit. Um mit den Worten von library_man zu sprechen: machen wir Druck! […]

  3. Bluesfan on

    Eine inkompetente Führungsetage ist in mittleren bis großen Bibliotheken keine Ausnahme, sondern der Regelfall! Man blicke nach (um nur ein paar Beispiele zu nennen, in alphabetischer Reihenfolge):

    – RWTH Aachen
    – ULB Düsseldorf
    – FH Heidelberg
    – FZ Jülich
    – UB Paderborn

    Was in diesen Bibliotheken geschieht, ist nicht nur haarsträubend. Und das wahre Problem: Man bekommt die Leute ja nur aus dem Amt, wenn sie weggelobt werden (aber wohin?) oder wenn sich die Damen und Herren aus der Direktion beim Silberlöffeldiebstahl erwischen lassen.

    Aber das ist ja auch kein Wunder! Die Direktionen schotten sich bestmöglich von den Benutzern ab, haben meist weder von der Bibliotheksbenutzung noch von der Arbeit in Bibliotheken auch nur die leiseste Ahnung und sind schon durch ihre Ausbildung meist nicht qualifiziert:
    Erstmal ein „wissenschaftliches“ Studium, flott promoviert, und dann, wenn man keine ordentliche Uni-Karriere schafft, geht man eben noch 2 Jahre nebenbei zur bibliothekarischen Hilfschule, deren Dozenten meist auch nicht viel Ahnung vom Geschehen haben. Als Ausgleich wird dann oft nach Beratungsfirmen geschrien (auch ohne Fachkompetenz) und anschließend mit fürchterlich modernem Modevokabular herumgeworfen.

    Stabi-Blueser: Du singst für ein ganzes Land!

  4. Harald Schmitt on

    Müssen wir tatsächlich den Bluesfan-Frust in seiner „haarsträubenden“ Verallgemeinerung ernstnehmen? Auf welche „bibliothekarische Hilfsschule“ er/sie wohl gegangen ist? Im Ernst: solche blindwütigen Verbalattacken sollte man lieber für sich behalten.

  5. walterulbricht on

    Ich studiere Bibliothekswissenschaft an der HU. Laut Dozenten wird dort nicht für die ’normale‘ Benutzung ausgebildet, sondern für die Leitungsebene. Das Bild das einem da vermittelt wird, trifft das was Bluesfan schreibt ganz genau. Wir sollen die Führungskräfte von morgen werden. Der Benutzer wird uns wohl ein eher fernes, unbekanntes Wesen bleiben.
    Wenn wir dann eine schöne Sammlung zusammengetragen haben, werden wir uns wunderlich die Augen reiben und feststellen, das es so etwas wie Benutzer überhaupt gibt (ganz zu schweigen von den Bedingungen unter denen die Bibliothek benutzt werden kann). Zum Glück gibt es aber Bibliotheken die hier eine Ausnahme bilden. Dort und daran möchte ich arbeiten…

  6. Icke on

    Wenn man Bibliothekswissenschaft an der HU studiert, sollte man eigentlich vorher wissen, dass dies nicht für die tatsächliche Arbeit in Bibliotheken qualifiziert, dafür gibt es andere Ausbildungsmöglichkeiten, z.B. in Potsdam, Hamburg, Köln, Stuttgart, Hannover…

  7. AG on

    Für das Bibliotheksreferendariat/Fernstudium zum wiss. Bibliothekar ist der Abschluss eines Studiums Voraussetzung. man sollte sich also noch an eigene leidvolle Bibliothekserfahrungen als Nutzer(in) erinnern – so ein fremdes Wesen kann der Nutzer also nicht sein. Umso rätselhafter ist die Ausblendung des Nutzungsaspekts – im Falle der Stabi nenne ich zur Illustration das Stichwort Zeitschnitt als Trennungskriterium des Bestandes der Häuser I und II. Wir werden uns noch nach den jetzigen Zuständen zurücksehnen (meint eine Absolventin einer bibliothekarischen Hilfsschule)

  8. no name on

    Werdet Alle Bibliothekare und ändert das Bibliothekswesen in Deutschland! ….und dann reden wir weiter!

  9. klaus on

    an AG

    das mit dem Zeitschnitt sollte man erst verstehen, und hier nicht falsch wiedergeben!!

    Der Schnitt hat nichts mit Haus 1 oder 2 zu tun!
    Er entscheidet lediglich über Ausleihe außer Haus oder nur in den Lesesaal. Es gibt in beiden Häusern Bestände, die ausleihbar oder eben nur für den LS sind.

    Was zu bemängeln ist: das der Abholbereich in Haus 1 geschlossen wurde!!! Somit eine Ausleihe für ‚außer Haus‘ dort nicht mehr möglich ist..
    D a s ist eine Frechheit und wenn man internen Äußerungen Glauben schenken darf, wieder einmal der Unfähigkeit der Generaldirektion und der Abteilungsleitung der Benutzung (Dr. Lülfing u Anhang) geschuldet ist.

    Peinlich nur: die Frau Generaldirektorin ist von Hause aus… na.. richtig: Architektin!!! Aber das spiegelt sich nun nicht wirklich in den Entscheidungen wieder…

    besser noch.. die ‚Baubeauftragte‘ der Stabi ist Philologin… d a s muss man ja nicht verstehen!!

  10. Mysterious One on

    Jawoll, der Marsch durch die Institutionen!!
    Gute Ansage!!

  11. AG on

    Der Zeitschnitt hat sehr viel mit Haus I und II zu tun, Ersteres soll zur historischen Forschungsbibliothek ausgebaut werden, modernere Literatur in Haus II konzentriert werden. Schon jetzt hat man den Eindruck, dass immer das was man gerade vom Freihandbestand braucht, im jeweils anderen Haus steht. Das wird sich nach einer stärkeren Trennung in „modern“ und „historisch“ verstärken. Ich meine nur den Lesesaalbestand, die Bücher aus dem Magazin kann man sich ja (hoffentlich!) auch noch in Zukunft hier oder da hin bestellen.

  12. klaus on

    diese zielsetzung ist richtig…hat aber mit dem zeitschnitt noch immer nichts zu tun, da die neueren signaturengruppen auch literatur aus ‚vor 1956‘ beinhalten. Diese werden auch im Haus 2 immer stehen bleiben und ebenso nie ausleihbar sein werden.
    ein großteil der signaturen der ehemaligen preuß. staatsbibliothek stehen im westhafen…also auch hier: weder haus 1 noch 2!

    aber genau an diesem bso sieht man: es gibt noch nicht einmal ein schlüssiges konzept!
    aber der stabi muss man allerdings grundsätzlich zugute halten: sie ist eine bibliothek in 2/3 häusern. und dessen folgen wird man n i e problemlos beseitigen!

    man ‚hätte‘ nach der politischen umstrukturierung (auch ‚wende‘ genannt) anfang der 90iger einen neubau favorisieren sollen..dann hätten wir nicht dieses problem!!!

    egal.. ist so.. müssen wir durch!

  13. klaus on

    SORRY… du meinst nur den LS-Bestand! ok…

    hab ich zu spät gesehen!

  14. ElfieMayerhofer on

    Hier muss mit dem eisernen Besen durchgeharkt werden!!


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